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Am zweiten Sonntag im Januar hat der Vorstand des Münchner Schwulenzentrums traditionell zum Neujahrsempfang geladen. Gekommen sind Vertreter der politischen Parteien wie Lydia Dietrich (Grüne), Irene Schmitt (SPD), Thomas Niederbühl (Rosa Liste), Kooperations- und Medienpartner aus der Szene wie Dietmar Holzapfel von der Deutschen Eiche und natürlich viele ehren- und hauptamtliche Mitarbeitern. Ein Dank für ein erfolgreiches Jahr 2011.
Sekt und Häppchen – immer gern gesehen. Bevor sich die rund 70 Gäste allerdings ans Buffet machen durften, zog der Sub-Vorstand noch einmal eine Bilanz des vergangenen Jahres. Im Wesentlichen ging es dabei natürlich um den Umzug, der am letzten Aprilwochenende nun endlich offiziell vonstatten gehen soll. Das Gebäude, das die Stadt München baut, steht inzwischen. Auch der Trockenbau ist fertig; nun muss die Stadt das Haus in der Müllerstraße 14 nur noch abnehmen. Das Sub wird die Räume dann vermessen und peu à peu mit allen Projekten und Gruppen einziehen. Ende April soll die große Eröffnungsparty steigen. Sub-Vorstand Andreas Klose (im Bild ganz rechts neben von links Lars Fröhlich, Kai Gugel und Uwe Hagenberg) dankte noch einmal der Stadt und der Koordinierungsstelle für ihre Unterstützung, vor allem aber den Spendern, über die schon mehrere Tausend Euro reingekommen sind. Zusammen mit eigenen Rücklagen kommt das Schwulenzentrum inzwischen auf 150000 Euro, die es in den Umzug steckt. Allerdings fehlt auch noch eine ganze Menge Geld. Mit dem Umzug, so Kloses Kollege Uwe Hagenberg weiter, wird das Sub ein neues Café eröffnen, das in der ausgedünnten schwulen Infrastruktur Münchens sicher eine Schlüsselrolle spielen wird. Eventuell entsteht in der Müllerstraße 14 sogar ein Tagescafé. Überdacht werden muss in jedem Fall auch das Dienstleistungangebot des Sub und die Organisationstruktur, die es braucht, um den Aufwand zu bewältigen. Vor versammelter Menge lobten Hagenberg und Klose noch einmal das Engagement aller ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter, ohne die das ganze Sub nichts wäre. Sie haben die großen Events im vergangen Jahr gestemmt, das Jubiläum zum 25-Jährigen und vieles mehr. Was steht 2012 noch an? Guido Vael, Leiter des Projekts Prävention im Sub, wird im Frühjahr in Rente gehen. Die Nachfolgesuche läuft. Vael hat das Projekt über 17 Jahre lang geleitet und ist für seine Arbeit vor einigen Monaten von der Stadt München mit der „München leuchte“-Medaille ausgezeichnet worden. Michael Plaß leitet inzwischen alle ehrenamtlichen Mitarbeiter im Sub. Der Chef des Kulturzentrums kann die Tätigkeiten in der Müllerstraße 43, wo das Sub noch sitzt, so noch besser koordinieren. Das Programm für schwule Männer mit Migrationshintergrund, vor einigen Monaten initiiert, wird ausgebaut. Auch die Beratungsstelle arbeitet längst mit Übersetzern, die den Diplom-Psychologen und Diplom-Sozialpädagogen bei ihrer Arbeit zur Seite stehen. Geschäftsführer Christian Schultze übernimmt immer mehr Aufgaben und Kompetenzen vom Sub-Vorstand, der deutlich entlastet wird. Das schafft Raum für visionäre Konzeptarbeit. Wie soll unsere Szene aussehen? Wie sehen junge Schwule ihre Identität heute? Wie gehen wir, schwule Männer, mit lesbischen Frauen in der Szene um? Wie gehen wir mit den eigenen Minderheiten in der Szene um? Fragen, denen sich der Vorstand 2012 widmen will. Ein schöner Punkt noch zum Schluss. Die Bilanzen für 2011 sind noch nicht ganz fertig, aber es sieht so aus, also ob das Münchner Schwulenzentrum im vergangenen Jahr einen kleinen Überschuss erwirtschaftet hätte. Vor allem das Café hatte ein Jahr wie schon lange nicht mehr. Dafür gebührt der Projektgruppe Café Dank! Das Sub wünscht allen Freunden, Mitarbeitern, Mitgliedern, Förderern und wohlwollenden Beobachtern des Sub ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2012! |